Die Beatles
Die legendäre britische Rockband The Beatles, die zu den erfolgreichsten Musikgruppen des 20. Jahrhunderts gehörte, wurde 1960 in Liverpool gegründet. Bandmitglieder waren Paul McCartney, John Lennon, Ringo Starr und George Harrison.
Die Geschichte der Beatles begann 1956, als der damals 16 Jahre alte John Lennon in Liverpool die Skiffle-Gruppe The Quarrymen gründete. Die Besetzung dieser Band wechselte ständig. 1957 lernte John Lennon dann bei einem der Band-Konzerte den 15 Jahre alten Paul McCartney kennen und war von dessen Gesangsfähigkeiten so beeindruckt, dass er ihn in seine Band aufnahm. 1958 stieß auch der 14jährige George Harrison zu der Gruppe und wurde ebenfalls Mitglied der Quarrymen. Weitere Mitglieder waren Colin Hanton und John Lowe.
1959 nannte sich die Band in Johnny and the Moondogs um. Unter diesem Namen nahm die Band an verschiedenen Talentwettbewerben teil. Ein Jahr später erfolgte eine weitere Umbenennung der Band in The Silver Beatles. Das Wort Beatles stand für eine Mischung aus dem Musikstil Beat und dem englischen Begriff für Käfer, „Beetles“.
Nach einer gescheiterten Schottland-Tournee, im Frühjahr 1960, nannte sich die Gruppe ein letztes mal um und trug fortan den Namen The Beatles.
Im August 1960 erhielten die Beatles ein Engagement in Hamburg. Die Band bestand nun aus Lennon, McCartney, Harrison sowie dem Bassisten Stuart Sutcliffe und dem Schlagzeuger Pete Best. Dort spielten sie an der Großen Freiheit täglich im Indra-Club. Schnell wurde die Gruppe zum Geheimtipp. In Hamburg lernten sie auch den Fotografen Jürgen Vollmer kennen, der die typische „Pilzkopf-Frisur“ der Beatles erfand. Als sie vom Indra-Club in den Kaiserkeller umzogen, lernten sie dort Ringo Starr kennen, der dort mit seiner Gruppe Rory Storm & The Hurricanes auftrat. Aufgrund der Minderjährigkeit von George Harrison mussten die Beatles Hamburg Ende 1960 verlassen. Stuart Sutcliffe beschloss aus privaten Gründen in Hamburg zu bleiben, wo er 1962 an den Folgen einer Gehirnblutung verstarb.
Ab 1961 traten die Beatles verstärkt in Liverpool auf und gewannen dort immer mehr an Popularität. 1962 erhielt die Gruppe von dem Produzenten George Martin ihren ersten Plattenvertrag. Außerdem wurde Schlagzeuger Pete Best durch Ringo Starr ersetzt. Im August 1962 gaben die Beatles in dieser Besetzung ihr erstes Konzert. Kurz darauf erschien auch die erste Single der Band mit dem Titel „Love Me Do“. 1963 folgte mit „Please Please Me“ auch das Debütalbum der Band. Nun war der Siegeszug der Beatles nicht mehr aufzuhalten. Nach der Sendung „Sunday Night At The London Palladium“ erfolgte der endgültige Durchbruch der Band, die sich zu einer Beatlemania ausweitete, die bisweilen hysterische Formen annahm. 1964 gelang auch der Durchbruch in den USA. Die Gruppe ging auf Welttournee und drehte Filme wie „Yeah Yeah Yeah“ und „Hi-Hi-Hilfe!“. Die Stücke der Beatles dominierten die Hitparaden und die Gruppe erreichte Rekordzuschauerzahlen bei ihren Konzerten.
Nach Jahren des großen Erfolges und zahlloser Hits erfolgte 1970 die Trennung der Gruppe, der Streitigkeiten zwischen Paul McCartney und den restlichen Bandmitgliedern vorausgegangen waren, die sogar vor Gericht führten.
Danach gingen die Ex-Beatles ihrer eigenen Wege und starteten Solokarrieren. 1980 wurde John Lennon von einem geistesgestörten Fan erschossen. Auch George Harrison wurde 1999 Opfer eines Psychopathen und dabei schwer verletzt. 2001 starb er an Krebs.
Mitte der 90er Jahre hatten die drei verbliebenen Beatles mit der Beatles-Anthology die legendäre Band noch einmal aufleben lassen.